Wie erwartet haben zahlreiche Bankinstitute auf die Leitzinssenkung sehr schnell reagiert und ihre Konto- und Sparzinsen nach unten angepasst.
Die Kritik an der Zinspolitik der Banken dürfte durch diese sofortige Reaktion wieder einmal in ihrer Richtigkeit bestätigt werden. In den vergangenen Krisenmonaten hatten die Institute die Kreditzinsen nur sehr langsam gesenkt, während die Sparzinsen entsprechend zeitnah an den immer wieder gesenkten Leitzins angepasst wurden. Diese Strategie wird nun ein weiteres Mal eingesetzt, indem unzählige Banken quer durch die Finanzlandschaft die Zinsen für Tages- und Festgeldkonten weiter drücken.
Zinsen werden auch in Holland versenkt
Nicht nur in Deutschland, sondern logischerweise in ganz Europa reagieren die Banken auf die EZB-Entscheidung und lassen ihre Zinsen fürs Tagesgeld weiter ins Bodenlose fallen. Die spärlich gesäten Lichtblicke, die meist in den Niederlanden aufzutreiben waren, sind zwar noch vorhanden – aber auch ihnen geht die Leuchtkraft langsam, aber sicher verloren. Die NIBC hat ihren Spitzensatz fürs Tagesgeld um gleich 0,5 Prozent auf nun vier Prozent gesenkt, wodurch sie zusammen mit der Akbank aber immernoch an der Spitze steht. Vier Prozent gibt es auch noch bis zum 31. August bei der comdirect. Die CommerzBank-Tochter bietet diesen Zinssatz aber nur für Neukunden und für eine Anlage in der Höhe von maximal 10.000 Euro.
Mittlerweile sind die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen nun auf einem Niveau von rund 1,8 Prozent angekommen – Tendenz weiter fallend.