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  • Griechenlands Banken bald bankrott?

    Posted by admin on Mai 3rd, 2010 and filed under Allgemein | No Comments »

    Die Griechen sind im Moment nicht zu beneiden, trotz der Schönheit ihres Landes das nach wie vor eines der beliebtesten Touristenziele weltweit ist, würde wohl im Moment kaum einer mit ihnen tauschen wollen. Das Land am Mittelmeer das in der Antike Vorreiter für Demokratie war und den ganzen europäischen Kontinent durch seine technischen und kulturellen Errungenschaften beeinflusst hat steht kurz vor einer Staatspleite.

    Das die griechische Wirtschaft sehr stark von der Wirtschaftskrise angeschlagen ist, wissen wir schon seit einigen Wochen, doch nun könnten bald auch die Banken des Landes zahlungsunfähig sein. Kunden griechischer Banken trauten wohl ihren Augen nicht als vor einigen Monaten die ersten rapiden Kursverluste begannen. Sie bangten um Ihre Einlagen auf Girokonten und auf Anlagekonten mit täglicher Verfügbarkeit wie dem Online Tagesgeld. Inzwischen hat sich die Angst der Griechen vor einem Staatsbankrott in eine regelrechte Panik verwandelt, die griechischen Bankkunden haben in den letzten Monaten rund acht Milliarden Dollar von ihren griechischen Konten abgehoben und/oder ins Ausland transferiert.

    Es scheint so, als ob die Bevölkerung selbst nicht mehr an die Rettung ihrer fast bankrotten Wirtschaft glaubt und versucht, ihr Erspartes lieber ins Ausland zu retten. Dadurch stehen die Banken des Landes kurz vor der Pleite und sind nur noch durch staatliche Hilfe zu retten. Die Regierung hat den Banken daher kürzlich 15 Milliarden Dollar aus ihrem Rettungsfonds zur Verfügung gestellt wodurch die Banken kurzfristig zur Ruhe kamen. Die Langzeitfolgen sind jedoch das größere Problem – die internationalen Finanzmärkte reagierten auf die Krise der griechischen Banken mit einer deutlichen Zinserhöhung auf griechische Staatsanleihen. Im Moment müssen die Hellenen rund 7,4 Prozent Zinsen für ihre Staatsanleihen zahlen, das ist der höchste Wert seit 2001 – damals war allerdings die Einführung des Euro Schuld für das Rekordhoch.

    Das ist allerdings noch nicht alles, die griechische Regierung benötigt noch mehr Geld – alleine bis Mai 2010 braucht der griechische Staat fast zwölf Milliarden Euro um sein alten Schulden abdecken zu können – ein Ende ist nicht in Sicht. Bald dürften die Griechen also ohne die mit der EU vereinbarte Finanzhilfe zahlungsunfähig sein – das Problem ist nur das die EU laut ihren eigenen Verträgen keinem Mitgliedsland direkte Finanzhilfe gewähren darf. Deswegen hat man sich vorerst darauf geeinigt, im Notfall den Internationalen Währungsfond um Hilfe zu bitten und den Griechen bilateral helfen zu wollen.

    Diese Vereinbarung ist jedoch sehr umstritten, außerdem ist nicht genau geregelt wie die Finanzhilfe jetzt wirklich funktionieren soll. Was hingegen sicher ist, ist das der Euro aufgrund der griechischen Tragödie starke Verluste hinnehmen muss – im Moment liegt der Wechselkurs bei 1,3 US-Dollar für einen Euro – so tief war der Wechselkurs seit langem nicht mehr. Man kann nur hoffen, das sich die griechische Wirtschaft bald erholt, nicht zuletzt auch wegen des Kursverlusts des Euros.

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